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Was man über Elektroherde wissen sollten:
Hier gibt es nicht all zu viel wissenswertes zu sagen, was ein Elektroherd
ist weiß ja jeder. Wir unterscheiden in grundsätzlich zwei Typen.
1. Standgeräte
2. Einbaugeräte
Allgemeines zum Backofen: Zur Funktion des Backofens ist folgendes zu sagen. Früher gab es nur Backöfen
mit Ober- und Unterhitze. Heute gibt es auch Heißluftbacköfen und Backöfen mit
Multifunktion.
Ober- und Unterhitze Backöfen: Bei diesen Backöfen kann nur auf einer
Schiene gebacken werden, die Backbleche müssen dunkel sein, damit die Unterhitze
nicht abgestrahlt werden kann (ansonsten ist der Kuchen oben braun und unten
nass).
Bei diesen Geräten muss in der Regel der Backofen vorgeheizt werden bevor man
den Kuchen oder Braten einschiebt.
Heißluftbacköfen: Hier wird die Hitze durch ein Gebläse im Backraum
gleichmäßig (wenn keine Fehlkonstruktion, was auch heute noch vorkommt)
verteilt. Bei diesen Geräten kann man auf 2-3 Schienen gleichzeitig backen, die
Backbleche können aus hellem Material (Aluminium oder Stahlblech) sein. Der
Backofen braucht nicht vorgeheizt zu werden. Zu beachten ist, das die Temperatur
um ca. 10% geringer eingestellt wird als bei Ober-Unterhitze, dafür die Zeit um
ca. 10% länger ist.
Multifunktionsbackofen: Bei Multifunktionsbacköfen können Sie zwischen
verschiedenen Beheizungsarten wählen. Ober-Unterhitze, Heißluft, Grill, Heißluft
mit Grill u.s.w.
Allgemeines zum Kochfeld: Hier unterscheiden wir zwischen
1. Kochfeld mit Kochplatten
2. Keramikglaskochfeld (Glaskeramikkochfeld)
Wie bei allem hat alles einen Vorteil und auch einen Nachteil.
Kochfeld mit Kochplatten: Es gibt drei Größen von Kochplatten.
Durchmesser 14cm, 18cm und 21cm. Wer ein Kochfeld mit einer Kochplatte mit 21cm
(meistens bei AEG-Geräten) hat wird diese sicher zu schätzen wissen.
Vorteil: Wenn was überläuft (meistens Nudelwasser) fängt es sich in der
Mulde auf und überschwemmt nicht gleich die halbe Küche.
Nachteil: Es sieht eben nicht so schön aus wie ein Glaskeramikkochfeld.
Keramikglaskochfeld: Diese Kochfelder gibt es in allen Variationen.
Große, kleine, mit Bräterzone mit Zweikreiszone (zuschaltbare Vergrößerung des
Heizkreises) u.s.w.
Was viele nicht wissen aber wissen sollten: Die Heizkreise unter dem
eigentlichen Kochfeld können problemlos einzeln ausgewechselt werden.
Vorteil: Sieht schön aus, man kann den Topf oder die Pfanne auch mal zur
Seite schieben. Hat mein ein Kochfeld mit Bräterzone kann man den Bräter eben
auf das Kochfeldstellen und muss den Backofen nicht benutzen. Bei Zweikreiszonen
kann man verschiedene Größen von Töpfen auf der selben Stelle benutzen (auch von
Vorteil wenn man schlecht erzogene Kinder hat, falls das Feld im hinteren
Bereich ist).
Das Keramikglaskochfeld ist relativ einfach zu reinigen (wenn nicht gerade
Zucker eingebrannt ist).
Nachteil: Wenn was überläuft ist schnell die halbe Küche überschwemmt,
außerdem kommt es bei Einbaugeräten vor, dass das Wasser über die Arbeitsplatte
in die Schaltereinheit des Herdes läuft und dort zum Teil großen Schaden
anrichtet. Fällt ein Gegenstand auf das Keramikglaskochfeld ist es schlicht und
einfach kaputt. Das Glas kann aber ohne die Heizzonen gewechselt werden (leider
aber trotzdem sehr teuer).
Wie werden die Kochplatten oder Heizzonen geregelt?
Hier gibt es viel verschiedene Möglichkeiten. Ich möchte Ihnen hier die
wichtigsten vorstellen.
1. Siebentaktschaltung
2. Energieregelung mechanisch
3. Energieregelung elektronisch
4. Ankochautomatik
Siebentaktschaltung:
Bei der Siebentaktschaltung besteht der Regler (Schalter an dem Sie die
Kochplatte einschalten) aus einem einfachen preiswerten und robustem Schalter.
Die Kochplatten haben drei Heizspiralen und werden so in sieben Stufen
hochgeschaltet.
Vorteil: Robust und preiswert
Nachteil: Man muss zuerst hochschalten und dann wieder zurück.
Energieregelung mechanisch:
Bei den mechanischen Energiereglern wir über ein Bimetall (zwei verschiedene
Metalle mit unterschiedlicher Ausdehnung bei Erwärmung) die Kochplatte
automatisch ein und aus geschaltet, mehr oder weniger je nach Stellung des
Reglers.
Vorteil: Kein Hoch- und Runterschalten mehr. Bei Heizzonen nur eine
Heizspirale nötig. Regler lassen sich einzeln für jede Platte auswechseln.
Nachteil: Dauert etwas länger bis es kocht. Das Bimetall wird über einen
Heizdraht erwärmt, dieser kann durchbrennen, Platte lässt sich nicht mehr regeln
oder geht gar nicht mehr (Reparatur in der Regel nicht all zu teuer).
Energieregelung elektronisch:
Die komplette Regelung der Hitze übernimmt eine Elektronik.
Vorteil: Genauere Regelung:
Nachteil: Dauert wie bei der mechanischen Regelung etwas länger bis es
kocht. Elektronikbauteile lassen sich meistens nicht reparieren und können nur
ausgetauscht werden. Leider schlagen hier manche Hersteller mit den
Ersatzteilpreisen erbärmlich zu. Oft gibt es nur die ganze Reglereinheit für
alle vier Platten komplett auch wenn nur eine Einheit für eine Platte defekt
ist.
Ankochautomatik:
Die Ankochautomatik ist identisch mit der Energieregelung. Es gibt sie sowohl
als mechanische und elektronische Ausführung.
Vorteil: Die Kochplatte oder Heizzone wird in der Ankochautomatikstellung
auf Dauerbetrieb geschaltet, dadurch geht es relativ schnell bis es kocht,
danach kann man dann den Regler wieder runterschalten und er funktioniert wie
ein Energieregler.
Nachteil: Etwas teurer als die Energieregelung ohne Ankochautomatik. |